Die bewegte Geschichte der Spreewaldbank eG

Hätten Sie gedacht, dass die Geschichte unserer Bank bis ins Jahr 1860 zurückreicht?

Damals, noch unter königlicher Herrschaft, veröffentlichten vier gestandene Geschäftsleute im "Lübbener Kreisblatt" einen Aufruf, der zur Gründung eines Vorschussvereins aufforderte. 

Dessen Aufgaben sollten zunächst die Hereinnahme von Geldern und erste Ausreichung von Krediten gegen Wechsel sein. 72 Bürger zeigten Interesse und trafen sich am 2. Oktober diesen Jahres im Gasthaus "Köhler" am Hain, um eine Satzung auszuarbeiten.

Die Geschäftstätigkeit wurde am 1. November 1860 in einem kleinen Zimmer in der Hauptstraße 17, der heutigen "Drogerie am Markt" aufgenommen.

Schon das erste Geschäftsjahr schloss mit einer Jahresbilanz von 102.000 Reichsmark ab. 

Die Entwicklung ging erfreulich aufwärts und schon 25 Jahre später war die Bilanzsumme auf 1,4 Millionen Reichsmark angewachsen.

Bis zum 50-jährigen Jubiläum 1910 wuchs die Mitgliederzahl auf 1.000 an.

Im Jahre 1914 ließ die Bank das Gebäude in der Poststraße 9 in Lübben errichten, welches noch heute zusammen mit einem Neubau als Hauptsitz genutzt wird.

Die Jahre des 1. Weltkrieges und der Inflation gingen nicht spurlos an der Bank vorbei. 

Von der ursprünglichen Bilanzsumme von über zwei Millionen Reichsmark blieben ganze 84.000 Reichsmark übrig. Ende der 30iger Jahre wurde die Bank in "Volksbank" umfirmiert.

Der einige Jahre später ausgebrochene 2. Weltkrieg führte zu Kriegsende sogar zu einer kurzzeitigen Schließung des Bankhauses. Am 01. November 1946 konnten die verbliebenen Mitglieder und Kunden zur Wiedereröffnung begrüßt werden.

Die Entwicklung zu Zeiten der DDR wurde gehemmt durch politische Einflüsse. Die Möglichkeiten der Bank waren stark eingeschränkt. So bedurften beispielsweise Kreditausreichungen staatlicher Zustimmung.

Auch vor dem geltenden Genossenschaftsrecht wurde nicht halt gemacht. So kam es im Jahre 1974 gegen den Willen unserer Mitglieder zu einer Umfirmierung in "Genossenschaftskasse für Handwerk und Gewerbe der DDR".

Alles deutete daraufhin, dass eine Angliederung der Genossenschaftsbank an die Staatsbank beabsichtigt war.

Im Herbst 1989 setzte mit der politischen Wende auch der Umbruch der gesamten Wirtschaft ein. Nun galt es, innerhalb kürzester Zeit einen Bankbetrieb aufzubauen, wie Sie ihn heute von uns kennen. Bereits im Februar 1990 wurden Förderkredite in DM an Mittelständler ausgereicht.

Als erstes Kreditinstitut im ehemaligen Bezirk Cottbus nahm die Bank ihren alten Namen wieder an. Aus der "Genossenschaftskasse für Handwerk und Gewerbe" wurde die "Volksbank eG".

1993 entschlossen sich die Mitglieder der damaligen Volksbank eG und der Raiffeisenbank eG in Lübben, ihren weiteren Weg gemeinsam zu gehen. Diese Entscheidung mündete in einer Fusion, die am 30. Juni 1993 vollzogen wurde. Die daraus entstandene Genossenschaftsbank führte den Namen Spreewaldbank eG (Volksbank-Raiffeisenbank).

Ende 1998 erfolgte eine weitere Fusion mit der damaligen Raiffeisenbank Oberspreewald eG in Vetschau.

Heute erstreckt sich unser Einzugsgebiet mit insgesamt 11 Geschäftsstellen nun über die Landkreise Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße.

Im Jahr 2010 hatten wir allen Grund zum Feiern: 150-jähriges Bestehen. Wir sind stolz darauf schon so lange für unsere Kunden da zu sein und freuen und auf die Zukunft.

2012 vergrößerten wir uns: Mit der Eröffnung unserer Filiale in Bestensee sind wir für unsere Kunden noch besser zu erreichen.

Im Juni 2014 war der Filialumzug in Calau ein bestimmendes Ereignis. Aus den zu klein gewordenen Räumen in der Schlossstraße zog die Filiale aus, um in die Räume eines sanierten Hauses in der Cottbuser Straße 24 einzuziehen.

Bereits ein Jahr später entschied sich die Spreewaldbank eG für einen Filialneubau am Standort Vetschau, da die bisherien Räumlichkeiten nicht mehr den Anforderungen entsprachen. Das Gebäude der ehemaligen Raiffeisenbank Oberspreewald eG wurde verkauft. Vorausblickend ist die Filialneueröffnung für April 2016 geplant.